Stora Enso zwischenbericht januar-september 1999
11/9/1999 3:11 EST
ZWISCHENBERICHT JANUAR-SEPTEMBER 1999
* Umsatzerlöse um 1 % auf 7.945 Mio. EUR (7.879 Mio. EUR) gestiegen.
* Betriebsergebnis um 4 % auf 940 Mio. EUR (980 Mio. EUR) zurückgegangen.
* Betriebsergebnis des dritten Quartals gegenüber dem vorigen Quartal um 12
Prozent auf 336 Mio. Euro gestiegen.
* Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter 711 Mio. EUR (711
Mio. EUR).
*@ Gewinn je Aktie um 4 % auf 0,60 EUR (0,63 EUR) zurückgegangen.
* Cash-flow der operativen Tätigkeit um 11 % auf 1.335 Mio. EUR (1.506 Mio.
EUR) zurückgegangen.
Umsatz und Ergebnis
Der Neun-Monats-Umsatz belief sich auf 7.945 Millionen Euro (7.879 Mio. EUR).
Die Umsatzsteigerungen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
resultierten aus gesteigerten Liefermengen sowie aus der Übernahme der
Holzindustrie Schweighofer im Dezember 1998. Die Veräußerung der Aktivitäten
im Bereich der technischen Spezialpapiere sowie der Werke Tervakoski und Dalum
schmälerten den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 278 Millionen Euro. Die
erzielten Preise waren bei den meisten Produktqualitäten im Durchschnitt
niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging im dritten
Quartal aufgrund von saisonbedingten Schwankungen gegenüber dem vorigen
Quartal um drei Prozent auf 2.624 Millionen Euro zurück.
Insgesamt wurden 8.832.000 Tonnen (8.750.000) Papier- und Karton ausgeliefert.
Die Marktzellstofflieferungen an konzernfremde Abnehmer beliefen sich auf
935.000 Tonnen (832.000 t). Die Schnittholzlieferungen erreichten 3.406.000
Kubikmeter (1.890.000 m³). Die gestiegenen Schnittholzlieferungen resultierten
vorwiegend aus der Übernahme der Holzindustrie Schweighofer.
Das Betriebsergebnis des Berichtszeitraums ging gegenüber dem Vorjahr um vier
Prozent auf 940 Millionen Euro (980 Mio. EUR) zurück. Das Betriebsergebnis
umfaßt einen im ersten Quartal ausgewiesenen Gewinn aus dem Verkauf des
Anlagevermögens von Tervakoski in Höhe von 25 Millionen Euro. Die
Umsatzrendite ging mit 11,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 0,6 Prozentpunkte zurück. Das Betriebsergebnis des
dritten Quartals stieg mit 336 Millionen Euro gegenüber dem vorigen Quartal um
36 Millionen Euro. Während des Berichtszeitraums wurde in den Bereichen
Zeitschriftenpapiere, Schnittholz, Marktzellstoff und Forstwirtschaft eine
Verbesserung und in den Bereichen Zeitungsdruckpapiere, Feinpapiere,
Verpackungskarton und Energie ein Rückgang der Rentabilität verzeichnet.
Die Restrukturierungskosten des Berichtszeitraums beliefen sich auf 44
Millionen Euro. Die diesbezüglichen Rückstellungen wurden in entsprechendem
Umfang aufgelöst. Die Restrukturierungskosten hingen vorwiegend mit dem
Vertriebsnetz, den Großhändlern und der Gründung einer Stiftung für das
Bergwerksgebiet Falun zusammen.
Das Produktivitätsverbesserungsprogramm und die Synergieeffekte realisieren
sich wie geplant. Das hinsichtlich der Synergieeffekte für 1999 gesteckte Ziel
von 50 Millionen Euro wird überschritten.
Die Nettozinsaufwendungen des Berichtszeitraums beliefen sich mit 2,9 Prozent
vom Umsatz auf 233 Millionen Euro und gingen somit gegenüber dem Vorjahr um 30
Millionen Euro zurück. Auf den Berichtszeitraum wurden Verluste aus
Währungsumrechnungen in Höhe von 1 Million Euro periodisiert. Die
Dividendenerträge beliefen sich auf 4 Millionen Euro.
Das Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter belief sich auf
711 Millionen Euro (711 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern und Anteilen
anderer Gesellschafter des dritten Quartals stieg gegenüber dem vorigen
Quartal um 12 Prozent auf 253 Millionen Euro. Die Steuern des
Berichtszeitraums beliefen sich auf 245 Millionen Euro (223 Mio. EUR) und
entsprachen einem Steuersatz von 34 Prozent (31 %). Die Anteile anderer
Gesellschafter am Ergebnis beliefen sich auf acht Millionen Euro (11 Mio.
EUR). Der Gewinn des Berichtszeitraums belief sich auf 458 Millionen Euro (477
Mio. EUR).
Der Gewinn je Aktie lag bei 0,60 Euro (0,63 EUR), die Rendite des investierten
Kapitals bei 10,9 Prozent (10,9 %) und die Eigenkapitalrendite bei 10,9
Prozent (11,2 %).
Investitionen
Die Investitionen beliefen sich auf 518 Millionen Euro (657 Mio. EUR). Die
bedeutendsten Investitionen waren die Modernisierung der Feinpapiermaschine 2
im Werk Veitsiluoto (Siebpartie, Schuhpresse, Softkalander), der
Kartonmaschine 3 im Werk Fors (Streichanlage, Rollapparat), Holtzmanns
Zeitschriftenpapiermaschine 8 (Siebpartie, Schuhpresse, Superkalander), der
Sodakessel im Werk Gruvön und die neue Faserlinie im Werk Imatra. Das
Investitionsniveau lag unter den Gesamtabschreibungen und entsprach dem
Konzernziel.
Im Oktober beschloß Stora Enso, mit einem Investitionsaufwand von insgesamt 49
Millionen Euro ihre in Schweden gelegenen Sägewerke Ala, Kopparfors und Gruvön
zu modernisieren. Außerdem werden für 37 Millionen Euro die Papiermaschine 4
im finnischen Werk Imatra (Siebpartie) und für 28 Millionen Euro die
Abwasserreinigungsanlage im schwedischen Werk Hylte modernisiert.
Finanzierung und Cash-flow
Der Cash-flow der operativen Tätigkeit belief sich auf 1.335 Millionen Euro
(1.506 Mio. EUR). Der Cash-flow der laufenden Geschäftstätigkeit (Cash-flow
der operativen Tätigkeit abzüglich Investitionstätigkeit) belief sich auf 836
Millionen Euro (509 Mio. EUR). Am Ende des Berichtszeitraums waren die
verzinslichen Verbindlichkeiten mit 5.864 Millionen Euro um 44 Millionen Euro
höher als Ende 1998.
Der Verschuldungsgrad lag am 30. September bei 1,01. Ende 1998 hatte er bei
1,05 gelegen. Die Kassenbestände und ungenutzten Kreditrahmen beliefen sich am
30. September auf 2 Milliarden Euro.
Rückkauf noch im Umlauf befindlicher STORA-Aktien
Im Januar begann Stora Enso mit dem Zwangsrückkauf der STORA-Aktien und machte
den Aktieninhabern ein Bargeldangebot über 88 SEK pro A- und B-Aktie. Das
Angebot gilt immer noch. Ende September hielt Stora Enso 98,7 Prozent der
STORA-Aktien. Für den Rückkauf von Minderheitsanteilen wurden im
Berichtszeitraum insgesamt 83 Millionen Euro aufgewendet.
Während des Berichtszeitraums wurde ein Schlichtungsgericht ernannt, das den
Zwangsrückkauf der noch im Umlauf befindlichen STORA-Aktien abwickeln soll.
Das Verfahren ist noch anhängig.
Vorbereitung der EDV auf den Jahrtausendwechsel
Ende Oktober wurden sämtliche geschäftskritischen Systeme als Jahr-2000-
kompatibel eingestuft. Stora Enso ist mit der Jahr-2000-Kompatibilität ihrer
globalen und lokalen Lieferanten sowie der sonstigen befragten Partner
zufrieden. Allerdings lassen sich nicht alle mit dem Jahrtausendwechsel
verbundenen Risiken außerhalb des Konzerns völlig ausschließen. Die Planung in
bezug auf die Business Continuity ist abgeschlossen, und die verbleibenden
Monate des Geschäftsjahres werden dazu genutzt, die Pläne, einschließlich
Roll-over-Plänen, abzustimmen und zu testen.
Sonstige wichtige Ereignisse
Am 20. August 1999 veröffentlichte Stora Enso ihre neuen strategischen
Leitlinien. Diesen zufolge hat sich Stora Enso zum Ziel gesetzt, durch eine
ökologisch nachhaltige Erfüllung der Kundenanforderungen und Schaffung eines
Shareholder Values weltweit die Nummer eins unter den
Forstindustrieunternehmen zu sein. Das Unternehmen wird sich in Zukunft auf
die Kerngeschäftsfelder Druck- und Pressepapier (Zeitschriftenpapiere und
Zeitungsdruckpapiere), Feinpapiere und Verpackungskarton konzentrieren. Die
Zellstoff- und Schnittholzgeschäfte werden zur Unterstützung der
Faserstrategie dienen. Stora Enso wird durch Synergieeffekte,
Produktivitätsverbesserungsprogramme und sorgfältig geplante
Investitionsvorhaben den Shareholder Value und die Rentabilität der laufenden
Geschäftstätigkeit sicherstellen. Das Unternehmen strebt vorwiegend durch
Fusionen und Akquisitionen eine rentable Expansion an.
Stora Enso plant, ihre nicht innerhalb der Produktionsstätten befindlichen
Energieversorgungsaktivitäten zu veräußern. Das fragliche Vermögen wurde
ursprünglich auf 2 Milliarden Euro geschätzt. Der Veräußerungsprozeß ist
bereits im Gange, und es wird damit gerechnet, daß es zum Jahreswechsel zu
einem Vertragsabschluß kommen wird.
Stora Enso hat die Auflage eines jährlichen Optionsprogramms für 200 zentrale
Mitarbeiter angekündigt. Das Optionsprogramm ist gegen Aktienkurssteigerungen
abgesichert. Eine Kapitalverwässerung findet nicht statt. Der Basispreis
errechnet sich aus dem mittleren Drei-Monats-Kurs von Mai bis Juli zuzüglich
einer Optionsprämie von zehn Prozent. Die Optionen haben eine Laufzeit von
sieben Jahren und können ab 15.7.2002 ausgeübt werden.
Das Management-Prämiensystem dient zur Unterstützung der Rentabilitäts- und
Produktivitätsziele sowie des langfristigen Erfolgs von Stora Enso. Das
Erreichen kurzfristiger Gewinn- und Produktivitätsziele wird durch Boni und
Prämien gefördert.
Am 24. September verkaufte Stora Enso ihre Anteile an der Teollisuuden
Sähkönmyynti Oy an die Eastern Group plc und nahm so zusammen mit anderen
Teilhabern der Pohjolan Voima Oy an der Restrukturierung des Stromverkaufs in
Finnland teil. Im Rahmen der Restrukturierung übernahm die Teollisuuden
Sähkönmyynti Oy C-Aktien der Pohjolan Voima, die zum Bezug von Wärmeenergie
berechtigen. Der aus dem Verkauf der betreffenden Beteiligung resultierende
Gewinn vor Steuern (13,5 Mio. EUR) beläuft sich auf 48 Millionen Euro und wird
im vierten Quartal 1999 ausgewiesen. Die Teollisuuden Sähkönmyynti Oy
betreffenden Neuregelungen waren nicht in dem geschätzten Wert der zu
verkaufenden Vermögenswerte im Bereich der Energieversorgung enthalten.
Aufgrund der während der Umwandlungsfrist (6.-24.9.1999) eingegangenen 2690
Umwandlungsaufträge wurden 34 443 467 A-Aktien in R-Aktien umgewandelt. Im
Oktober wurden aufgrund der am 10. April 1997 für die oberste Geschäftsleitung
ausgegebenen Optionsanleihe 30.000 neue Stora Enso R-Aktien gezeichnet. Nach
diesen Veränderungen hat die Gesellschaft 208.951.188 A- und 550.658.501 R-
Aktien, und das Grundkapital der Gesellschaft beläuft sich auf 7.596.096.890
Finnmark.
Im Oktober wurde die Stora Enso Oyj darüber informiert, daß die von der
Franklin Resources Group verwalteten Fonds am 1. April 1999 eine Beteiligung
an Stora Enso von 5,8 Prozent hielten. Demzufolge verfügt Franklin Resources
insgesamt über 2,7 Prozent der Stimmrechte.
Stora Ensos Anteil am Überschuß der schwedischen Versicherungsgesellschaft SPP
beläuft sich auf zirka 28 Millionen Euro. Stora Enso wurde jedoch nicht
darüber informiert, in welcher Form dieser Stora Enso vergütet wird.
Stora Enso hat ihr Stockholmer Bürogebäude verkauft. Der Verkaufsgewinn in
Höhe von 17 Millionen Euro wird im ersten Quartal 2000 ausgewiesen.
Stora Enso hat die von der Europäischen Kommission erhaltene Mitteilung der
Beschwerdepunkte in bezug auf die Tätigkeit der Zeitungsdruckpapierhersteller
in den Jahren 1989-1995 beantwortet. Die Gesellschaft ist Ende September
außerdem der Bitte des finnischen Kartellamts um weitere Informationen über
eine angebliche illegale Kooperation zwischen Forstindustrieunternehmen im
Bereich der Holzbeschaffung in Finnland nachgekommen. Hinsichtlich dieser
Angelegenheit wurden keine buchhaltungstechnischen Vorkehrungen getroffen.
Ausblick
Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt in Europa und Asien einen Aufwärtstrend.
Es wird erwartet, daß sich dadurch die Nachfrage nach allen Papier- und
Kartonqualitäten festigen wird. Auch hinsichtlich der allgemeinen Trendpreise
wird mit einem positiven Trend gerechnet. Der Schnittholzmarkt ist
uneinheitlich. Die Marktlage für Fichtenschnittholz ist im allgemeinen gut,
doch der Kiefernschnittholzmarkt ist nach wie vor schwach. In bezug auf den
Markzellstoff wird weiterhin mit einem positiven Trend gerechnet. Im kommenden
Jahr werden neue Produktionskapazitäten in Betrieb genommen. Dennoch wird mit
einem weiterhin stabilen Markt gerechnet.
Dieser Zwischenbericht ist nicht wirtschaftsgeprüft.
Helsinki, den 09. November 1999
Stora Enso Oyj
Board of Directors