Stora Enso plant Modernisierung ihrer Produktionskapazität
1/9/2001 6:37 EST
Stora Enso plant den Neubau einer Recyclingfaser verarbeitenden
Zeitungsdruck-/SC-Papiermaschine mit einer Jahresproduktionskapazität von
400.000 Tonnen im belgischen Langerbrugge. Im Gegenzug sollen am
belgischen Standort Langerbrugge (SC-Papier) und am finnischen Standort
Summa (Zeitungsdruckpapier) Papiermaschinen mit einer
Gesamtproduktionskapazität von 230.000 Jahrestonnen sowie am schwedischen
Standort Nymölla eine Offline-Streichanlage mit einer Produktionskapazität
von 140.000 Tonnen stillgelegt werden.
Ihrer Geschäftsstrategie folgend setzt Stora Enso die Entwicklung der
Unternehmensstruktur fort. Zu diesem Zweck wurde ein Programm zur
Aktualisierung der Produktionsanlagen eingeleitet, mit dem die
Wettbewerbsfähigkeit in den Druck- und Pressepapiersegmenten verbessert
werden soll. Außerdem wird die Offline-Streichanlage der schwedischen
Feinpapierfabrik Nymölla stillgelegt. Diese Maßnahmen werden ergriffen, um
die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, die Spezialisierung der
Papiermaschinen zu intensivieren und langfristig unrentable Einheiten zu
schließen.
Neuester Stand der Zeitungsdruck-/SC-Papiertechnik
Das Programm zur Aktualisierung der Produktionsanlagen umfasst unter
anderem den Neubau einer Papiermaschine mit einer Produktionskapazität von
400.000 Jahrestonnen Zeitungsdruck- und satiniertem SC- Papier für
Zeitschriften und Printwerbeprodukte am Standort Langerbrugge. Das
Investitionsvolumen des Projekts beläuft sich auf insgesamt 430 Millionen
Euro. Die Bauarbeiten sollen so schnell wie möglich aufgenommen werden, so
dass die neue Maschine voraussichtlich Ende 2002 in Betrieb genommen
werden kann.
Die neue Papiermaschine wird Recyclingfasern verarbeiten, und das dafür
erforderliche Altpapier wird größtenteils aus einem Umkreis von 300
Kilometern um Langerbrugge bezogen. Die neue Anlage wird auf dem Konzept
der 1994 in Betrieb genommenen Sachsen Papier Eilenburg basieren.
Hauptabsatzmarkt für die Produkte der neuen Maschine wird Westeuropa sein.
Die Lage des Standorts Langerbrugge ist jedoch auch günstig, was Kunden in
Übersee anbelangt.
Das Projekt wird aus dem Cashflow finanziert und erfüllt die Bedingungen
des Konzerns hinsichtlich einer 13-prozentigen Rendite des investierten
Kapitals. Der Konzern hält trotz dieses Vorhabens an seinem Ziel fest, die
Investitionen geringer zu halten als die Abschreibungen.
Neben der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit dient dieses
Investitionsvorhaben dazu, der gestiegenen Nachfrage nach hochwertigen
Papierqualitäten nachzukommen. Der Vierfarbendruck wächst rapide, und um
Spitzenpapiere für diesen Bereich herstellen zu können, ist modernste
Technologie erforderlich. Kunden und Behörden fordern außerdem zunehmend
höhere Recyclingfasereinsatzquoten. In Großbritannien beispielsweise sind
nationale und regionale Zeitungen freiwillig mit der britischen Regierung
übereingekommen, den Recyclingfasereinsatz bis zum Jahre 2006 schrittweise
auf 70 Prozent zu erhöhen. Durch das Langerbrugge-Projekt wird Stora Enso
in der Lage sein, diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Infolge eines raschen Wirtschaftswachstums und technologischer
Entwicklungen hat die Nachfrage unserer Kunden nach Zeitungsdruckpapier
und ungestrichenen Zeitschriftenpapieren rapide zugenommen. Der
Printwerbemarkt wächst in Europa seit 10 Jahren um jährlich nahezu sechs
Prozent. Ich gehe davon aus", so CEO Jukka Härmälä von Stora Enso, ¤dass
dieses Programm keinen wesentlichen Einfluss auf das Marktgleichgewicht im
Zeitungsdruckpapiersektor haben wird. Gegebenenfalls ist Stora Enso zu
Produktionseinschränkungen bereit. Zwar braucht unsere Branche
offensichtlich eine Konsolidierung, andererseits aber auch eine
Verbesserung der gegenwärtigen Produktionsanlagenstruktur. Ich bin
überzeugt, dass unsere überdurchschnittlich guten finanziellen Ergebnisse
nicht zuletzt auf unserer kontinuierlichen, ausgewogenen Weiterentwicklung
unserer Papier- und Kartonproduktion basieren."
Stilllegung von zwei Papiermaschinen
Dem Programm zufolge wird Stora Enso die SC-Papiermaschine 2 im Werk
Langerbrugge und die Zeitungsdruckpapiermaschine 1 im Werk Summa mit
entsprechenden Produktionskapazitäten von 120.000 und 110.000 Jahrestonnen
stilllegen. Die Maschinen werden heruntergefahren, sobald die neue
Papiermaschine in Betrieb ist. Nach einer Wertminderung von 7 Millionen
Euro im vierten Quartal 2000 wird der verbleibende Buchwert über die
voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögens vor ihrer
Stillegung abgeschrieben.
Das Programm zur Aktualisierung der Produktionsanlagen dient der
Verbesserung der Effizienz der Kymenlaakso-Fabriken (Summa, Anjalankoski
und Kotka) und der Aktualisierung ausgewählter vorhandener
Produktionsanlagen, um frischfaserbasierte Produkte mit einem größeren
Mehrwert produzieren zu können. Es ist vorgesehen, in die
Effizienzverbesserung des Werks Summa etwa 20 Millionen Euro zu
investieren. Die erforderlichen Beschlüsse werden bis Ende Februar 2001
getroffen. Stora Enso wird ihre Kunden auch in Zukunft von Finnland aus
bedienen.
Nach der Inbetriebnahme der neuen Maschine im Werk Langerbrugge wird die
Maschinenstilllegung im Werk Summa rund 200 Mitarbeiter betreffen.
Eventuelle Stilllegungskosten werden zu einem späteren Zeitpunkt
ausgewiesen. Im Werk Langerbrugge wird die Mitarbeiterzahl leicht
zunehmen.
Nymölla mit Fokus auf ungestrichenem Feinpapier
Zur Verbesserung der Rentabilität wird das Werk Nymölla im Februar 2002
seine Offline-Streichanlage (140.000 t/a) stilllegen und sich bei einer
Produktionskapazität von 400.000 Jahrestonnen auf die Herstellung von
ungestrichenem Feinpapier konzentrieren. Die Stilllegung wird etwa 160
Mitarbeiter betreffen. Eventuelle Stilllegungskosten werden zu einem
späteren Zeitpunkt ausgewiesen. Die Wertminderung wurde größtenteils
bereits im Jahr 1998 ausgewiesen. Im vierten Quartal 2000 wird jedoch eine
weitere Wertminderung in Höhe von 5 Millionen Euro ausgewiesen.
Lokalen Vorschriften und Praktiken folgend werden Verhandlungen mit den
Arbeitnehmern geführt.
Weitere Informationen:
Lars Bengtsson, Senior Executive Vice President, Newsprint-Sparte, Tel.
+44 208 432 1570
Kimmo Kalela, Senior Executive Vice President, Strategie und
Geschäftsentwicklung,Tel. +358 2046 21216
Jouko Taukojärvi, Senior Executive Vice President, Fine Paper-Sparte, Tel.
+358 40 500 6546
Kari Vainio, Executive Vice President, Corporate Communications, Tel. +358
40 500 1063
Tim Laatsch, Senior Vice President, Corporate Communications, Tel. +1 715
422 4023
Herzlich willkommen auf unserer am 9. Januar stattfindenden
PRESSEKONFERENZ IN HELSINKI unter der Leitung von SEVP Kimmo Kalela in der
Hauptverwaltung von Stora Enso, Kanavaranta 1, Helsinki um 15.30 Uhr
Ortszeit.
PRESSEKONFERENZ IN LONDON unter der Leitung von CEO Jukka Härmälä im Stora
Enso International Office, 9 South Street, London W1 ab um 15.00 Uhr
Greenwich-Zeit. Sie können die Pressekonferenz auch live auf unserer
Website unter der Adresse storaenso.com/investors verfolgen.
TELEFONKONFERENZ um 16.30 Greenwich-Zeit unter der Telefonnummer +44 (0)
20 8240 8242 von Europa aus und +1 303 224 6999 von den USA aus. Eine
Aufzeichnung können Sie unter der Nummer +44 (0) 20 8288 4459,
Zugangsnummer 604 442 von Europa aus und +1 303 804 1855, Zugangsnummer
898 226 in den den USA aus abrufen.
Werk Langerbrugge
Das im belgischen Gent gelegene Werk Langerbrugge beschäftigt mit zwei
Papiermaschinen 410 Mitarbeiter. Die PM 2 produziert jährlich 120.000
Tonnen SC-Papier und die PM 3 jährlich 130.000 Tonnen Zeitungsdruckpapier.
Region Kymenlaakso
In der Region Kymenlaakso betreibt Stora Enso die Werke Summa,
Anjalankoski und Kotka. Diese verfügen bei einer Mitarbeiterzahl von rund
2.800 über eine Gesamtproduktionskapazität von 1,5 Millionen Jahrestonnen.
Die jährliche Produktionskapazität des Werks Summa liegt bei 110.000
Tonnen Zeitungsdruckpapier (PM 1), 150.000 Tonnen Zeitschriftenpapier (PM
2) und 205.000 Tonnen Zeitungsdruckpapier und aufgebessertes
Zeitungsdruckpapier (PM 3).
Werk Nymölla
Das Werk ist ein integrierter Standort mit einer jährlichen
Produktionskapazität von 300.000 Tonnen Zellstoff und 400.000 Tonnen
Feinpapier auf zwei Papiermaschinen. Die Produktionskapazität der PM 1
liegt bei 190.000 und die der PM 2 bei 210.000 Jahrestonnen. Die
Streichkapazität des Werks liegt bei 140.000 Jahrestonnen und die
Mitarbeiterzahl bei rund 1.000.
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