20 Sep, 2011 14:33 CET
· Unternehmensberatung globeone untersucht Image deutscher Marken in BRIC
· Deutsche Marken in Schwellenländern überaus bekannt und beliebt
· Erhebliche Potentiale die Stärken des deutschen Markenursprungs noch besser zu nutzen
Köln – den 20. September 2011 – Die Mehrheit der urbanen Konsumenten in Brasilien, Russland, Indien und China kennt eine Vielzahl deutscher Marken. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Unternehmensberatung globeone. Für die Studie befragten führende unabhängige Marktforschungsinstitute über 4.000 Konsumenten in den 20 wichtigsten Städten der BRIC-Staaten.
Die Studie belegt eindrucksvoll die Stärke deutscher Marken und des Siegels ‚Made in Germany‘: 72% der Konsumenten konnten auf Anhieb eine oder mehrere deutsche Marken aus dem Gedächtnis nennen. Neben der Bekanntheit untersuchte die Studie unter anderem auch die Kategorien Beliebtheit und Kaufhäufigkeit. BMW (89%), Mercedes-Benz (87%) und Adidas (85%) sind die bekanntesten deutschen Marken in BRIC. Wiederum BMW und der Sportwagenbauer Porsche (beide 84%) stehen an der Spitze des Beliebtheits-Rankings. Adidas (60%), Nivea (51%) und Puma (42%) werden am häufigsten gekauft.
Die Konsumenten in den neuen Wachstumsmärkten schätzen und vertrauen deutschen Marken insbesondere wegen ihrer Qualität, Zuverlässigkeit und Leistungsstärke. Auch in puncto Kundennähe, Prestigeträchtigkeit und Lebensdauer werden deutsche Marken als führend wahrgenommen. In vielen Bewertungsdimensionen sehen die Studienteilnehmer deutsche Marken wesentlich positiver als Konkurrenten aus Amerika, Japan oder den BRIC-Ländern.
Dennoch treten auch einige Schwächen hervor: Im Schnitt erkennen nur 66% der Konsumenten den tatsächlichen Ursprung einer deutschen Marke. Deutsche Automobilhersteller und Maschinenbauer werden zwar meist relativ häufig als deutsch erkannt. Dagegen wird die Herkunft deutscher Marken in anderen Branchen oftmals selten erkannt und somit potentiell positives Imagepotenzial nicht ausgeschöpft. Auch beim Thema Innovation sehen die neuen Konsumenten aus den Schwellenländern Optimierungspotential für ‚German Engineering‘.
Insgesamt werden deutsche Marken ungeachtet ihres guten Rufs aber vor allem noch zu selten gekauft. Dies liegt insbesondere an den vergleichsweise hohen Preisen aufgrund einer starken Ausrichtung auf Premiumsegmente.
„Trotz der überragenden Präferenz für deutsche Produkte fehlt es in vielen Märkten an relevanten Angeboten und Einstiegsprodukten. Gerade deutsche Unternehmen tun sich besonders schwer damit, ihre Geschäftskonzepte und Positionierungen an die Kaufkraft und spezifischen Bedürfnisse der schnell wachsenden Mittelklasse anzupassen und die Konsumenten schon frühzeitig an sich zu binden. Hier wird mitunter nur ein Teil des vorhandenen...