3/19/2010 12:36 EST
Praxisnah: Die Initiative „Attraktiver Arbeitgeber KMU“ unterstützt kleine und mittlere Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz darin, sich als Arbeitgeber attraktiver und wettbewerbsfähiger aufzustellen.
Lange galt in Deutschland die Devise, dass nur Unternehmen mit bekannten Namen und Produkten als attraktive Arbeitgeber bekannt werden können. Häufig hieß es, Instrumente wie das in den Personalabteilungen vielgeprie¬sene Employer Branding stünden nur den „Großen“ zur Verfügung. Dass das nicht stimmt, zeigt die Initiative „KMU als attraktiver Arbeitgeber “. Sie möchte kleine und mittlere Betrieben in den Regionen Vorteile im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte verschaffen, Starthilfe zur Verbesserung ihrer Arbeitgeberqualität geben und Wege zeigen, wie auch KMU eine wettbewerbsfähige Arbeitgebermarke werden können.
Die Initiatoren haben in Zusammenarbeit mit etwa vierzig Betrieben erstmals in Deutschland Lösungen und Modelle entwickelt, die KMU als Arbeitgeber wettbewerbsfähiger machen. Den Auftakt bildet eine kostenlose Starthilfe, die KMU-Betriebe an die Themen Arbeitgeber¬attraktivität und Employer Branding heranführt und ihnen eine eigene Standort¬bestimmung ermöglicht und Praxistipps für den weiteren Weg gibt.
40 kleine und mittlere Unternehmen an Entwicklung beteiligt
Die Starthilfe wurde im Berliner Forschungslabor der Deutschen Employer Branding Akademie entwickelt – gemeinsam mit etwa 40 KMU-Betrieben, dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW), der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), der KnewLedge-Initiative des österreichischen Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend und Prof. Dr. Thomas Behrends von der Universität Flensburg. Die Starthilfe ist ex-
klusiv bei der Deutschen Employer Branding Akademie zu beziehen. Interessierte Unternehmen wenden sich bitte an Christine Voelk ( ).
KMU-Betriebe schöpfen Potenzial für Arbeitgeberattraktivität nicht aus
Über drei Millionen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gibt es in Deutschland. Sie stellen über 70 Prozent der Arbeitsplätze und mehr als 80 Prozent aller Ausbildungsplätze. Aber nur selten nutzen KMU ihr Potenzial, um sich als Arbeitgeber optimal zu positionieren.
Dabei wird gerade das immer wichtiger. So hängen nach Ansicht von BVMW-Präsident Mario Ohoven von der künftigen Versorgung mit qualifizierten Mitarbeitern Know-how, Innovations¬kraft und Leistungsfähigkeit der mittelständischen Unternehmen ab. Bislang haben sich aber vorwiegend Großunternehmen auf diese strategische Herausforderung eingestellt und betreiben sogenanntes Employer Branding, um sich als „Employer of Choice“ zu positionieren.
„Das ist aber kein Privileg der Konzerne“, konstatiert DEBA-Geschäftsführer Wolf Reiner Kriegler. „Mit...